Es wird stammesgeschichtlich davon ausgegangen, dass ursprünglich alle Rinder das Erbgut vom Typ A2 hatten und die sog. A2-Milch (mit Beta-Kasein A2) gegeben haben. Sie wird deshalb auch als „Urmilch“ bezeichnet. Erst später hat der A1-Typ durch Mutationen in westlichen Kuhrassen zugenommen und man unterscheidet nun zwischen reinen A1- oder A2- bzw. gemischten A1/A2-Typen.

Die Spaltung des Beta-Kaseins A1 im Magen-Darm-Trakt setzt vermehrt ein Spaltprodukt (Beta-Casomorphin-7) frei, daher wird diskutiert, ob die Verträglichkeit von  A1-Typen (rein A1 und gemischt A1/A2)schlechter sei und ob eine Verbindung zu bestimmten Erkrankungen  bestehe, die bei der reinen A2-Milch (A2/A2) nicht auftreten sollen.

Die muva kempten GmbH kann mit einer akkreditierten Untersuchungsmethode (Real-Time PCR) in Milchzellen nachweisen, welcher Beta-Kasein-Typ (A1/A2) in der Milch vorkommt. Über elektrophoretische Untersuchungen können wir das Protein nachweisen und den Gehalt semiquantitativ ermitteln.

Für die Untersuchung benötigen wir 50 ml Milch. Bitte die Kuh von Hand melken, da bei Proben, bespielsweise aus Melkrobotern, eine Kreuzkontamination (ungewollte Vermischung) nicht ausgeschlossen werden kann. Die Proben können auch eingefroren werden.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn Sie Fragen zur A2 Milch und deren Untersuchung haben, wir helfen Ihnen gerne weiter. 

Was ist A2-Milch?

Der Unterschied zwischen A1 und A2 Milch besteht in der Zusammensetzung der Kaseine im Eiweißanteil der Milch. Bei der A2-Milch soll es sich um die ursprüngliche Variante der Milch handeln. 

Welche Kühe geben A2-Milch?

Die Zusammensetzung ist hauptsächlich von der Rinderrasse abhängig. Rassen wie Brown Swiss, Jersey und Guernsey produzieren hauptsächlich die Variante A2. Durch die Feststellung der Kühe mit A2-Milch kann der landwirtschaftliche Betrieb gezielt auf A2-Milch umgestellt werden. Die muva kempten GmbH bietet diese Untersuchungsmethode an. 

Ist A2-Milch gesünder?

Für Menschen mit Laktoseintoleranz soll die A2-Milch verträglicher sein. Tatsache ist aber, dass es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die einen Zusammenhang zwischen A1-Milch und den genannten Krankheiten bzw. Unverträglichkeiten belegen.

Ansprechpartner

Dr. Maximilian Moravek

Wissenschaftlich-technische Leitung

Tel. +49 (0) 831/5290-384
maximilian.moravek(at)muva.de

Fachtierarzt für Milchhygiene, Mitglied in internationalen IDF-Arbeitsgruppen zur Harmonisierung und Methodenentwicklung im Lebensmittelbereich, Beratungstätigkeit und Schulungen, u.a. zu den Themen: HACCP, Hygiene, mikrobiologisches Labor, Infektionsschutz, Trink- und Kühlwasser (Hygiene-referent für VDI-Schulungen 2047 und 6023).

Anna-Lena Schlammer

Abteilung Chemie

Tel. +49 (0) 831/5290-383 
anna-lena.schlammer(at)muva.de

Staatlich geprüfte Lebensmittelchemikerin, stellvertretende Bereichsleitung milchwirtschaftliche Chemie / Lebensmittelchemie, Laborleitung für den Bereich Elektrophorese und Allergenanalytik. Mitarbeit in den Bereichen Verkehrsfähigkeitsbeurteilung / Kennzeichnungsprüfung und Sensorik, Referentin bei muva-Seminaren zur Lebensmittelkennzeichnung.

Moritz Dobrowitsch

stellv. Abteilungsleitung Mikrobiologie - Hygiene

Tel. +49 (0) 831/5290-306
moritz.dobrowitsch(at)muva.de

M. Sc. Biochemie mit Schwerpunkt Molekularbiologie und Mikrobiologie. Seit 2021 stellvertretender Abteilungsleiter Mikrobiologie - Hygiene. Zuständig für die Analyse und Befundung der pathogenen Keime aus Milch- und Milchprodukten und Wasser.